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Denn Schweigen ist ein Gefängnis

von Aaiún Nin

aus dem Englischen von Ọlaide Elisabeth Frank

22,00 

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Erzähl mir, wie du zum ersten Mal vergiftet wurdest.
Wie aus tiefrotem Blut Rohöl entstand. Schwarz und schwer.
Und deine Seele sich in zwei spaltete.
Und die Hälften weiter zersplitterten, so dass du in Fragmenten existierst.

Bei der Ankunft in Dänemark hat Aaiún Nin eine Kindheit in Angola, ein Studium in Zimbabwe und in Südafrika, Gewalt, Verfolgung und Flucht erlebt. Nachdem der Asylantrag abgelehnt wird, schreibt die Autor*in und Künstler*in die komplexen Erfahrungen in Gedichten auf – so entsteht ein kraftvolles Lyrikdebüt, das die Auswirkungen von Rassismus und Kolonialismus, Queerness und Verletzlichkeit untersucht. Dem gegenüber steht die befreiende Kraft von Liebe und Begehren.

„Denn Schweigen ist ein Gefängnis“ berichtet von der universellen Verletzlichkeit der Existenz. Zwischen Wehmut und Wut schwankend legen die Gedichte die bleibenden Spuren des Kolonialismus auf Körper und Seele offen. Aaíun Nin zeigt, wie Glaube als Form der Unterdrückung dient, und hinterfragt das Wesen der Heimat, indem sie das anhaltende Echo des Traumas zu sich zurückholt.

Im Vorwort schreibt die Autorin Lesley-Ann Brown, dass „Poesie eines der wenigen Medien [ist], in denen wir unsere Wahrheiten und gelebten Erfahrungen aussprechen können“. Zusammen mit fünf anderen Schwarzen Dichter*innen gründete sie 2017 „Say It Loud!“, Dänemarks erstes Schwarzes Femme-Poetry-Kollektiv, dem sich wenig später auch Aaiún Nin anschloss.

Über die Autor*innen

Aaiún Nin (sie/ihr) ist Autor*in, Künstler*in und Aktivist*in und wurde 1991 in Luanda, Angola, geboren und studierte in Zimbabwe und Südafrika. Aaiún Nin wurde zur Flucht gezwungen, da Homosexuellen in Angola Verfolgung drohte. 2021 erschien das internationale Debüt unter dem Titel „Broken Halves of a Milky Sun“. Weitere Texte sind in diversen Magazinen erschienen und wurden auf mehreren Festivals vorgetragen. Die Tageszeitung Politiken nannte Aaiún Nin „ein großes seltenes Talent dänischer Literatur“. Heute lebt Aaiún Nin in Dänemark.

Lesley-Ann Brown ist Mutter, TEDX-Rednerin und Lehrerin aus Brooklyn, New York. Seit zwanzig Jahren lebt sie in Kopenhagen, Dänemark, und hat durch ihr Schreiben und ihren Aktivismus einen wichtigen Beitrag zum interkulturellen Verständnis geleistet. Sie hat das Poesie-Kollektiv „Say It Loud!“ mitbegründet und war die nationale Sprecherin des Women’s March 2017. Sie ist die Autorin von „Decolonial Daughter: Letters from a Black Woman to her European Son” (Repeater Books, 2017) und „Blackgirl on Mars” (Repeater Books, 2023).

Ọlaide Elisabeth Frank ist freie Autorin, Lyrikerin, Übersetzerin und Herausgeberin. Sie schreibt über Themen wie Identität, Verletzlichkeit und Zwischenmenschlichkeit. Als Anglistin und Literaturwissenschaftlerin liegen ihre Interessensschwerpunkte bei transkultureller, anglophoner Literatur und Medienkultur. Sie ist die Autorin von „Dunkelkalt“ (Literarische Diverse Verlag, 2021).

 

Denn Schweigen ist ein Gefängnis
von Aaiún Nin
aus dem Englischen von Ọlaide Elisabeth Frank

86 Seiten
Auf Munken Cream in Dänemark gedruckt
ISBN-Nr.: 978-87-970327-7-0

 

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